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Weniger Verbrauch, genaue Abrechnung

Nachrüstung älterer Heizungen ist bundesweit gefragt – GWG hat Chance auf begehrten Zukunftspreis

KASSEL. Das Mehrfamilienhaus an der Heinrich-Steul- Straße hat nur noch wenig mit dem Plattenbau früherer Jahre zu tun. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GWG hat nicht nur die Fassade erneuert, sondern auch die Haustechnik. Im Keller gibt es eine moderne Fernwärmestation, für jede Etage wurde ein neues Energiesparventil eingebaut. „Über Wärmesensoren kann so die Heizung ganz nach Bedarf geregelt werden“, sagt Sven Krenitz von der Technikabteilung der GWG.

Einer der Vorteile der von der GWG unter dem Namen „indiControl“ patentierten Technik: Bei der Sanierung mussten die Heizungsrohre nicht herausgerissen werden. Ansonsten steht die Energieeinsparung im Mittelpunkt. Die mit einer Automatik ausgestatteten Ventile machen es überhaupt erst möglich, die Wärmezufuhr der Heizung genau zu steuern. Das sorge auch dafür, dass Räume nicht überheizt werden und die Kosten genauer abgerechnet werden können. Bei den alten Einrohrheizungen war das bislang nicht möglich.

Das neue System hat das Zeug zu einem Exportschlager. Derzeit plant die GWG 20 Testanlagen für andere Wohnungsbaugesellschaften in ganz Deutschland.

Anfang Juni wird mit dem bundesweiten Zukunftspreis die begehrteste Auszeichnung der Wohnungswirtschaft vergaben. Die GWG ist mit im Rennen. (tos)

HNA, 05.05.2017