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Ziel: 30 Prozent Radler im Verkehr

Tagung: Was Kasseler Radfahrer sich wünschen

KASSEL: Rund 50 Bürger – vorwiegend aktive und engagierte Radfahrer aus verschiedenen Stadtteilen – nutzten jetzt die Gelegenheit, um bei einem Workshop mit Vertretern der Stadtverwaltung und einem Gutachterteam über das künftige Radverkehrskonzept für Kassel zu diskutieren. Fazit: Vier Stunden intensiver Arbeit erbrachten eine Reihe von Ergebnissen, die in die weitere Planung einfließen werden.

Grundlage für das Radverkehrskonzept sind das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) und der Verkehrsentwicklungsplan VEP 2030, der bereits ein 300 Kilometer langes Radverkehrsnetz festlegt.

Viele Teilenehmer brachten Anliegen und Wünsche ein. Darunter waren etwa eine klare Führung des Radverkehrs und die Berücksichtigung neuer Standards. Auch mehr Engagement zur Förderung des Radverkehrs und ein höheres Tempo bei der Umsetzung von Maßnahmen standen auf der Prioritätenliste. Für die fernere Zukunft im Jahr 2030 entwickelten die Teilnehmer Visionen, beispielsweise für eine Radverkehrspartnerschaft, eine Zielmarke von 30 Prozent Radverkehrsanteil und ein großes Bauwerk für den Radverkehr wie eine Brücke oder ein Parkhaus.

Lückenschlüsse, Verbesserungen an vorhandenen Radverkehrsanlagen und -knoten, Fahrradstraßen (Beispiel Goethestraße), Serviceleistungen, Fahrradparken und Öffentlichkeitsarbeit sowie Hinweise für das Planungsteam und die Verwaltung waren weitere Themen. Als wichtig benannt wurde das Prinzip Sicherheit vor Risiko. Das heißt: bei hohen Kraftfahrzeug-Stärken lieber eine Radverkehrsanlage statt Mischverkehr und Sicherheitsbereiche zu parkenden Kraftfahrzeugen. Weitere Wünsche: größere Aufstellflächen an Knoten (Fahrradanhänger), Fahrradboxen in der City, Arbeitgeber motivieren, etwas für ihre Rad fahrenden Mitarbeiter zu tun. Der für Verkehr zuständige Stadtbaurat Christof Nolda dankte den Teilnehmern der Tagung für ihr Engagement. (nh)

HNA, 02.05.2017