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Schnelle Routen noch in Planung

Radroute Machbarkeit von Raddirektverbindungen im Kreis Kassel erst Ende 2017 in Sicht

KREIS KASSEL. Der Bund will mehr Geld in den Ausbau von Radschnellwegen, sogenannten Fahrradautobahnen, stecken. Norbert Barthle, der Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, teilte jetzt mit, dass im laufenden Jahr besondere Radschnellwege mit zusätzlichen 25 Millionen Euro gefördert werden sollen.

Auf die im Landkreis Kassel geplanten drei Raddirektverbindungen wirkt sich die Erhöhung der Fördersumme für den Radverkehr von insgesamt 60 auf 100 Millionen Euro nur bedingt aus. Hier sei man aktuell noch mit der Planung beschäftigt. Drei Routen für Radfahrer sind hier derzeit im Gespräch – jeweils zwischen der Stadt Kassel und den Kommunen Vellmar, Kaufungen und Baunatal.

Geld aus dem Topf des Bundes könne erst nach der Erstellung der Machbarkeitsstudie beantragt werden, teilt Michael Heß vom Zweckverband Raum Kassel (ZRK) auf HNAAnfrage mit. Er leitet das Projekt der Raddirektverbindungen. Aktuell werde per Ausschreibung nach einem geeigneten Planungsbüro gesucht, das die Machbarkeitsstudie übernimmt. Drei Angebote habe man bereits auf dem Tisch liegen – nach Ostern wolle man eine Entscheidung getroffen haben. In der Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, welche Voraussetzungen für Raddirektverbindungen da sind, welche Probleme bewältigt werden müssen und wie die Umsetzung gefördert werden kann, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Die Kosten für die Studie übernimmt zu 50 Prozent das Land Hessen, zu 50 Prozent der Zweckverband, so Heß.

Laut Heß müsse man die Raddirektverbindungen im Kreis von den sogenannten Radschnellwegen unterscheiden. Zwar geht es auch darum, etwa Berufspendler zügiger und komfortabler per Rad ans Ziel zu bringen. Man habe sich aber mit dem Hessischen Verkehrsministerium auf einen anderen Namen geeinigt, weil die Kriterien der Radschnellwege im Kreis nicht 1:1 erfüllt werden könnten, so Heß. Eine Förderung vom Bund nach Abschluss der Machbarkeitsstudie komme dennoch in Frage. Die Studie soll bis Ende des Jahres vorliegen.

HNA, 05.04.2017 von Anna Lischper