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Baumesse stößt in eine Marktlücke

6000 Besucher – Große Resonanz auf Leistungsschau rund um Sanierung und Energie-Effizienz

KASSEL. Vor drei Jahren hoben die Stadt Kassel, das Regionalmanagement, die Kreishandwerkerschaft und eine Reihe weiterer Akteure in Nordhessen die Bau- und Immobilienmesse aus der Taufe – eine reine Fachmesse rund ums Bauen, Sanieren und Modernisieren. Ziel der Leistungsschau: ein höherer Beitrag der Region zum Klimaschutz. Am Wochenende fand sie zum dritten Mal statt.

Die Initiatoren – allen voran Kassels Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) – sind wahrlich in eine Marktlücke gestoßen. Die Nachfrage nach fachkundiger Beratung zur energetischen Sanierung entpuppte sich als weit größer als zunächst angenommen. 6000 Besucher kamen am Wochenende in die Stadthalle, um sich über neueste Trends zu informieren – ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. Am Sonntagnachmittag war der Andrang am höchsten. Zeitweise ging es nur im Stop-andgo- Modus durch die stark besuchte Messe, die auch von der HNA unterstützt wird.

Proportional zum Gästeplus entwickelte sich auch die Zahl der Aussteller. Im vergangenen Jahr waren es 70, diesmal bereits 100, darunter Baufirmen, Immobilenmakler, Planer, Architekten, Finanzierer, Heiztechnik-, Fenster- und Türen-, Baumaterial-, Fertighausbieter und Sanitärausstatter, Handwerker, Kaminbauer und Energieversorger. Schwerpunkt: ganz klar die Energie- Effizienz.

Nolda freute sich während seines Messerundgangs über die starke Resonanz und unterstrich: „Klimaschutz ist ein Wirtschaftsfaktor, und die Bau- und Immobilienmesse ist der richtige Marktplatz dafür“. Dort fänden der Hauseigentümer alle wichtigen Akteure rund ums klimafreundliche Bauen, so der Stadtbaurat.

Gunnar von Grawert-May vom Veranstalter, Marketing und Messe AG in Kempten, sieht sich im Konzept der Schau als reine Fachmesse bestätigt. „85 Prozent der Besucher haben ein konkretes Bauvorhaben in den folgenden sechs bis acht Monaten“, erklärt er. Die Kugelschreiber-, Jutetaschen- und Zollstockjäger seien die absolute Ausnahme gewesen.

Diese Beobachtung deckt sich mit den Erfahrungen der Aussteller. Jens Schlechter, der Chef des Kasseler Dachund Fassadenbauers Schneider sowie der S+H Solar GmbH, spricht von einem „sehr ausgewählten Publikum“, das mit konkreten Vorstellungen komme, sehr überlegte Fragen stelle und intelligente Lösungen suche. „Das ist wirklich eine richtige Fachmesse“, lobte er.

Sebastian Engelbrecht vom Kasseler Fenster- und Türenbauer Walter, hat ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. „Es läuft traumhaft“, schwärmt der Fachbauleiter. Es gebe großes Interesse. Viele Besucher kämen mit konkreten Vorstellungen, Plänen und Maßen und vereinbarten verbindliche Termine. Auffällig sei, dass viele junge Familien unterwegs gewesen seien.

HNA, vom 13.02.2017, von José Pinto