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Preise für die besten Gründer

Wettbewerb Promotion Nordhessen prämiert elf wegweisende Geschäftsideen von Nachwuchsunternehmern

KASSEL. 60 000 Euro Starthilfe für kreative Köpfe und ihre Geschäftsideen gab es bei der Siegerehrung des diesjährigen Gründungswettbewerbs Promotion Nordhessen. In der Zentralmensa der Universität Kassel überreichte Hessens Justizministerin Eva Kühne- Hörmann (CDU) am Freitagabend die Preise an die erfolgreichsten Teilnehmer. Moderiert wurde die Prämierungsveranstaltung von Tagesthemen- Moderator Andreas Käckell. Der mit 10 000 Euro dotierte erste Preis geht an Dr. Christoph Pohl und Christoph Schevalje aus Fritzlar. Die beiden haben mit „eta|opt“ ein Verfahren entwickelt, Vakuum ohne Druckluft und damit sehr energiesparend zu erzeugen. Die beiden Preisträger haben beim aktuellen Wettbewerb richtig abgeräumt und können sich zudem über den Sonderpreis Dezentrale Energien in Höhe von nochmals 10 000 Euro freuen.

Den mit 9000 Euro dotierten zweiten Preis vergab die Jury an Benjamin Pfitzner, Mikola Debik und Markus Färber (KMS) aus Kassel. Ihre Idee: In Fachchinesisch und mit Fremdwörtern verfasste Texte aus Verträgen, Beipackzetteln oder Gebrauchsanweisungen werden in eine auch für Nichtfachleute verständliche filmische Anleitung übersetzt. Über den dritten Platz und 7000 Euro dürfen sich Philipp Bitzer und Dr. Rene Wegener aus Kassel freuen. Ihr Unternehmen „smarTransfer“ hat eine „Wissenslandkarte“ entwickelt, auf der per Computer, Smartphone oder Tablet jeweils benötigte Informationen von Mitarbeitern der Firmenkunden abgerufen werden können. Der diesjährige Innovationspreis in Höhe von 10 000 Euro geht an Ingolf Leithoff und Ronny Kubik aus Zwickau. Mit „smarttrass“ haben sie eine Software speziell für die Planung von Verkehrs-, Energie- und Rohrleitungstrassen entwickelt, die eine räumliche Darstellung sowie eine automatische Prüfung von technischen Regelwerken ermöglicht.

Der Umweltpreis (2000 Euro) geht in diesem Jahr an die Kasseler Firma „GloW“ von Christiane Richter, Lia Weiler, Markus Espeter und Sebastian Erdmann, die mit ihrem Energiesparherd als Bausatz für Entwicklungsländer auch den fünften Platz im Wettbewerb errungen haben. Die Jury hatte auch in diesem Jahr die Qual der Wahl: An der 15. Wettbewerbsrunde hatten sich fast 160 kreative Köpfe beteiligt und 66 Geschäftspläne zur Beurteilung vorgelegt – so viele wie noch nie.

HNA, Kassel den 14.03.2015 von Jörg Steinbach