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EAM und Stadtwerke Kassel rücken enger zusammen

OB Hilgen begrüßt wichtigen Schritt zur Zusammenarbeit

"Die gemeinsame EAM-Vertriebsgesellschaft ist ein erster wichtiger Schritt zu einer stärkeren Zusammenarbeit der kommunal getragenen Energieversorger in der Region. Die Kooperation wird dazu beitragen, die regionale Wertschöpfung zu stärken", begrüßt Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen zusammen mit Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel die Beteiligung der Städtische Werke AG Kassel an der neuen EAM-Vertriebsgesellschaft. Die beiden regionalen Energieversorger EAM und Städtische Werke AG aus Kassel haben sich in Gesprächen darauf verständigt, künftig als gleichrangige Partner am Vertriebsgeschäft der EAM zu beteiligen.

Aufsichtsratsvorsitzender der EAM und Landrat a.D. Robert Fischbach sieht der Zusammenarbeit zuversichtlich entgegen: "Die Kooperation wird eine positive Strahlkraft entfalten: Wenn der Vertrieb der EAM erfolgreich ist, profitieren davon alle kommunalen Anteilseigner des Unternehmens EAM – sei es in Nordhessen, Mittelhessen, Ostwestfalen oder Südniedersachsen."

Die EAM ist seit dem 1. Juli mit einem neuen Vertrieb am Markt aktiv. Vor der Umsetzung der Beteiligung müssen noch die Kasseler Stadtverordnetenversammlung sowie die Kreistage der an der EAM beteiligten Landkreise und der Göttinger Stadtrat der Kooperation zustimmen.

Zwei Energieprofis bündeln ihre Stärken

"Die neue Vertriebsgesellschaft wird unter der Marke EAM auftreten", sagt EAM-Geschäftsführer Georg von Meibom. "Die Städtischen Werke sind bereits bundesweit erfolgreich im Vertrieb tätig und können ihre Kompetenz in die Kooperation einbringen." Gemeinsam könne man über das aktuelle EAM-Angebot für Privatkunden hinaus weitere  innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, zum Beispiel für Großkunden. Auch bei den Städtischen Werken blicken die Verantwortlichen einer möglichen Zusammenarbeit mit Freude entgegen: "Zwei Energieprofis der Region bündeln ihre Stärken und Erfahrungen", betont Stefan Welsch, Vertriebsvorstand der Städtischen Werke. "Die EAM ist eine starke, den Menschen vertraute Marke und es gibt ein hohes Kundenpotential im EAM-Gebiet." Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig hebt hervor, dass die Kooperation nicht nur rein wirtschaftlich, sondern auch fachlich und nicht zuletzt kulturell geprägt sei. "Wir passen gut zusammen, weil unsere Unternehmen die gleichen Werte teilen, wie zum Beispiel eine ausgeprägte regionale Verantwortung und das Ziel, die Energiewende vor Ort zu gestalten."

Weitere Stadtwerke können sich beteiligen

Das Vertriebsgebiet der EAM-Gesellschaft wird sich auch künftig in erster Linie auf die ländlichen Gebiete in der Region fokussieren. Vorgesehen ist, dass die Städtischen Werke 49,99 Prozent der Geschäftsanteile an der Gesellschaft erwerben. 50,01 Prozent sollen vorerst bei der EAM verbleiben. Als wichtiges Element heben die Vertreter der Unternehmen die Offenheit des Projekts hervor: Weitere Stadtwerke aus der Region haben die Möglichkeit, sich an der Kooperation zu beteiligen.

Offenheit gilt außerdem für die fachliche Ausrichtung der Kooperation, die laut EAM-Geschäftsführer Thomas Weber nicht auf das Vertriebsgeschäft beschränkt bleiben muss. "Perspektivisch planen wir eine Zusammenarbeit auf weiteren Feldern,  beispielweise im  Bereich der dezentralen Energien oder auf dem Gebiet der Telekommunikation". Der Vertrag zur Beteiligung der Stadtwerke an der EAM beinhaltet auch eine Kaufoption der EAM auf 50 Prozent der Anteile an der Netcom.

www.stadt-kassel.de, 08.07.2014